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GFK 2018-01-17T22:43:35+00:00

Gewaltfreie Kommunikation

„Worte können Fenster sein oder Mauern“ – Immer wieder erleben wir, wie schwierig es ist, miteinander zu reden und Konflikte auszutragen, ohne sich gegenseitig zu verletzen.

Menschen verletzen Menschen durch Worte. Worte hinterlassen Narben. Sie belasten oder beenden die Beziehung. Worte können uns trennen oder verbinden, mit ihnen errichten wir Mauern oder öffnen Fenster.

Aber wie öffnen wir Fenster? Wie überwinden wir die bisher erlernten und vielfach auch gewohnten Denk-, Kommunikations- und Verhaltensmuster?

Die Gewaltfreie Kommunikation ist ein hilfreiches Werkzeug auf diesem Weg, ein Kommunikations- und Konfliktmediationsmodell und gleichzeitig eine innere Haltung, eine Lebenseinstellung.

Um den lebensentfremdenden Kommunikationsstil und den lebensbereichernden Kommunikationsstil anschaulich und humorvoll zu vermitteln, hat Rosenberg die Symboltiere Wolf und Giraffe entwickelt.“ In seinen Seminaren spielt er Dialoge mit diesen Puppen vor.

„Das Ziel der Gewaltfreien Kommunikation ist nicht, Menschen und deren Verhalten zu ändern, um unseren Willen durchzusetzen: Es geht darum, Beziehungen aufzubauen, die auf Ehrlichkeit und Empathie beruhen, sodass schließlich die Bedürfnisse aller erfüllt sind.“
Marshall B. Rosenberg

Die GFK geht von der Annahme aus, dass wir alle von Natur aus mitfühlend sind und dass gewaltvolle Strategien – ob verbal oder tätlich – angelerntes Verhalten sind, gelehrt und unterhalten von der vorherrschenden Kultur. Die GFK  geht auch davon aus, dass jedem Verhalten eine positive Absicht zugrunde liegt und dass wir alle dieselben grundlegenden menschlichen Bedürfnisse teilen. Alle unsere Handlungen sind Strategien, eines oder mehrere dieser Bedürfnisse zu erfüllen. Nicht immer trägt die gewählte Strategie zur Stärkung der zwischenmenschlichen Beziehung bei. Wenn wir die Bedürfnisse verstanden haben, die dahinterliegen, können wir andere Strategien wählen. Wir haben immer Wahlmöglichkeiten.

„Gewaltfrei heißt nicht nur Verzicht auf Gewalt und Widerstand, heißt auch nicht etwa, die andere Wange hinzuhalten. Gewaltfrei ist eine viel schwierigere Aufgabe, nämlich Verständnis und Einfühlung in die Ängste, die Ungewissheit, Hilflosigkeit und Unsicherheit der Menschen und Faktoren, die gewaltvolles Handeln hervorrufen.“
Gandhi

4 Schritte

Marshall Rosenberg hat im Lauf der letzten 30 Jahre einen Prozess entwickelt, der uns hilft …

  • unsere Beobachtungen von unseren Bewertungen und Interpretationen zu trennen.
  • unsere Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken ohne unser Gegenüber zu beschuldigen oder zu kritisieren.
  • unsere Bedürfnisse zu erkennen und miteilen und für ihre Erfüllung zu sorgen.
  • unsere Bitten klar zu formulieren, ohne anderen zu drohen, sie zu manipulieren oder zu erpressen.

Vorwürfe, Kritik und Forderungen anderer nicht persönlich zu nehmen, sondern durch mitfühlendes Hören zu klären, was dahinter steht.

Es geht um eine herzliche Verbindung zu mir selbst und zu anderen. Um Empathie und Selbstempathie, um Wohlwollen und Wertschätzung.

Es geht um Achtsamkeit, um Bewusstheit, um das was ist,  im Hier und Jetzt.

Es geht um mehr innere Bewegungsfreiheit, um eine Erweiterung unserer Reaktionsmöglichkeiten, um Wahlfreiheit und Verantwortung.

Es geht um IHR Leben. Leben Sie es jetzt!

Innere Haltung

Je mehr wir uns mit der GFK beschäfigt haben, desto mehr bestätigte sich in uns die Ahnung, dass es sich bei der Gewaltfreien Kommunikation nicht um eine Methode, sondern um eine innere Haltung handelt. Eine Haltung, getragen von Achtsamkeit, Empathie, Wertschätzung, Selbstverantwortung und Authentizität. Eine Haltung, bei der ich davon ausgehe, dass alles was Menschen jemals tun, ein Versuch ist, Bedürfnisse zu erfüllen und dass jeder Mensch zu jedem Zeitpunkt sein Bestmögliches gibt. In dieser Haltung gibt es kein Richtig und kein Falsch, keine Fehler und keine Schuld. Ich schau mild und wohlwollend auf mich selbst und auf andere. Und das macht Verbindung möglich – das Ziel der Gewaltfreien Kommunikation – einen Fluss zwischen mir und anderen, der auf gegenseitigem Geben von Herzen beruht.